Klima am Arbeitsplatz

Klima am Arbeitsplatz

Ob stickige Büroluft, eine zu niedrige Raumtemperatur, Hitze oder ständige Zugluft – Faktoren wie die falsche Temperatur oder Lüftung am Arbeitsplatz können unsere Gesundheit negativ beeinflussen. Dabei ist ein gesundes Klima in unserem Arbeitsumfeld für unsere Gesundheit essenziell.

Es wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Gesundheit aus, sondern fördert auch nachhaltig die Leistung, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit während der Arbeit. 

 

Setzt sich der Arbeitgeber mit dem optimalen Raumklima auseinander, ist die Erkenntnis, dass die subjektive Wahrnehmung der Mitarbeiter oftmals sehr unterschiedlich ausfällt. Vor allem in Großraumbüros ist die Erzeugung eines optimalen Klimas keine leichte Aufgabe – jedoch kein Ding der Unmöglichkeit! Bestimmte Richtwerte geben Arbeitgebern eine Orientierung, die sie einhalten  sollten, um die Arbeitsatmosphäre so angenehm wie möglich zu gestalten. 

 

Doch was gilt es zu beachten, um eine gesunde Arbeitsatmosphäre zu schaffen? Wir von MailboxNow fassen zusammen.  

 

Wie wirkt sich ein schlechtes Klima im Büro auf die Gesundheit aus?

Ein schlechtes Raumklima im Büro beeinträchtigt nicht nur nachhaltig die Leistungsfähigkeit beim Arbeiten, sondern wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit aus. Ist die Raumluft beispielsweise sehr trocken, verbreiten sich Krankheitserreger besonders schnell. Folgende Symptome sind auf ein schlechtes Raumklima zurückzuführen: 

 

  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • kalte Hände
  • Schnupfen
  • Reizhusten
  • brennende Augen
  • trockener Mund 
  • Allergische Reaktionen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit & Erschöpfung 

 

Beklagen sich Angestellte häufig über verschiedene Krankheitssymptome, spricht man vom sogenannten Sick-Building-Syndrom (SBS). Hierbei handelt es sich um unspezifische Krankheiten und Symptome (gebäudebezogene Gesundheitsstörung), die nach einem längeren Aufenthalt in einem Gebäude auftreten, jedoch beim Verlassen des Gebäudes in der Regel wieder verschwinden. Verantwortlich hierfür ist unter anderem ein dauerhaft minderwertiges Klima am Arbeitsplatz, beispielsweise durch Schadstoffe in der Luft. 

 

Welche Faktoren nehmen Einfluss auf das Raumklima?

Folgende Faktoren nehmen Einfluss auf das Klima: 

 

  • Lufttemperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftgeschwindigkeit
  • Wärmestrahlung
  • Luftqualität

 

Für die oben genannten Faktoren gibt es Richtwerte, an denen sich Arbeitgeber orientieren sollten, um ein optimales Klima zu schaffen. 

 

Die Raumtemperatur

Für eine gesunde Arbeitsatmosphäre ist die Temperatur entscheidend. Hierbei gelten je nach Art der Tätigkeit unterschiedliche Richtwerte. Für sitzende Tätigkeiten wird eine Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius empfohlen. Fällt die Temperatur in Büroräumlichkeiten unter 20 Grad Celsius, beginnen viele Menschen zu frieren. Leistungsabfall ist eine Folge. 21 Grad Celsius gilt als optimale Temperatur. Für leichte Tätigkeiten im Stehen oder Gehen ist eine Temperatur von 19 Grad Celsius optimal. Hingegen wird bei schweren Tätigkeiten im Stehen oder Gehen eine Temperatur von 12 Grad empfohlen. In der warmen Jahreszeit sollte die Temperatur nicht höher als 26 Grad ausfallen. Höhere Temperaturen senken das Wohlbefinden und die Motivation der Arbeitnehmer enorm. Aus diesem Grund sollte das Büro gerade im Sommer vor Wärmeeinstrahlung abgeschirmt werden können. 

 

Der Arbeitgeber ist zudem laut der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) dazu verpflichtet, für alternative Maßnahmen zu sorgen, um ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Diese sind zum Beispiel: 

 

  • Sonnenschutzvorrichtungen
  • Installation einer Strahlungsheizung 
  • Bereitstellung warmer Kleidung etc. 

 

Die Luftfeuchtigkeit 

In Sachen Luftfeuchtigkeit gibt es keinen genauen Einheitswert, der für ein bestmögliches Büroklima notwendig ist. Die individuelle Wahrnehmung ist hier sehr subjektiv. Zur Orientierung: Die Luftfeuchtigkeit sollte im Rahmen von 40 bis 65 Prozent liegen, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Enorm wichtig ist, dass die Raumluft weder zu trocken noch zu feucht ist. Ein zu hoher Luftfeuchtigkeitswert begünstigt die Bildung von Schimmel, was sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Ein Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter schafft hier Abhilfe, um die Feuchtigkeit zu regulieren. Auch regelmäßiges Lüften trägt dazu bei, die Raumfeuchtigkeit zu optimieren.  

 

Die Luftgeschwindigkeit

Luft muss stets zirkulieren. Ist dies nicht der Fall, steht diese schnell im Raum und es wird muffig. Die Luftgeschwindigkeit lässt sich beispielsweise durch eine Klimaanlage, geöffnete Fenster, spezielle Belüftungssysteme oder durch einen Ventilator beeinflussen. Querlüften ist eine gute Möglichkeit, das Büro mit frischer Luft zu versorgen. Dabei gilt: Bei einer Temperatur von 21 Grad Celsius sollte die Luftgeschwindigkeit maximal 0,1 m/s bzw. 0,15 m/s betragen. Sind Arbeitnehmer einem dauerhaft starken Luftstrom ausgesetzt, kann dies zu Erkältungen und Muskelverspannungen führen. 

 

Die Luftqualität

Der Gehalt, das Zusammenspiel und die Auswirkung chemischer und biologischer Stoffe in der Luft fasst die Luftqualität zusammen. Schadstoffe, Feinstaub, Nikotin und Schimmelsporen setzen die Luftqualität im Büro herab und beeinträchtigen das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter immens. Je höher die Schadstoffbelastung, desto schlechter ist die Luftqualität. Spezielle Luftfilter, wie etwa ein Aktivkohlefilter, Feinstaubfilter oder Luftbefeuchter mit Filter können dabei helfen, diese zu verbessern. Wichtig: solche Anlagen müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, damit diese einwandfrei funktionieren. 

 

Klima im Büro verbessern – so gelingt es Ihnen

Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei, das Raumklima zu optimieren: 

 

    1. Pflanzen: Wenn es um die Verbesserung der Luftqualität geht, sind Pflanzen ein Muss. Die grünen Helfer sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern erhöhen obendrein den Sauerstoffgehalt im Raum und binden Schadstoffe. 

 

  • Büroräume sinnvoll organisieren: Geräte wie Drucker und Kopierer erhöhen die Schadstoffbelastung in Büros. Diese sollten sinnvollerweise in einem separaten Kopierraum untergebracht werden, um die Schadstoffkonzentration in den Arbeitsräumen der Angestellten zu reduzieren. 
  • Klimaanlagen: Die Installation von Klimaanlagen ist eine gute Möglichkeit, um die Raumatmosphäre spürbar zu optimieren. Moderne Geräte kühlen die Räumlichkeiten nicht nur ab, sondern filtern die Luft. Es sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass Klimaanlagen nicht direkt auf die Mitarbeiter ausgerichtet werden, um Erkältungen zu vermeiden. 
  • Luftbefeuchter/Luftentfeuchter: Diese Geräte ermöglichen es, die Luftfeuchtigkeit auf Knopfdruck zu verbessern, indem der Luft entweder Feuchtigkeit entzogen oder Wasser zugefügt wird. 
  • Lüften: Regelmäßiges Lüften ist das A und O! Stoßlüften ist hier das Stichwort. Einmal pro Stunde sollten die Fenster hierfür komplett geöffnet werden, um einen Sauerstoffaustausch sicherzustellen und die Räumlichkeiten mit frischer Luft zu versorgen. In kleinen Besprechungsräumen sollte das Stoßlüften im Idealfall bereits nach 20 Minuten erfolgen. Wie lange dabei gelüftet werden sollte, hängt von der Außentemperatur ab. Als Faustregel gilt:

 

 

  • im Sommer: 10 Minuten
  • im Frühling & Herbst: 5 Minuten 
  • im Winter: 3 Minuten

 

 

  • Trennwände: Diese sind eine gute Möglichkeit, um die Angestellten vor Zugluft zu schützen. 
  • Ventilatoren: Ventilatoren sorgen dafür, dass die Luft im Raum besser zirkuliert. Gerade im Sommer werden die Geräte aufgrund des Kühleffekts besonders wohltuend wahrgenommen. 
  • Positionierung der Büromöbel: Um die Schimmelbildung an Wänden zu vermeiden, sollten Büromöbel stets einige Zentimeter von der Wand positioniert werden. Hierdurch wird vermieden, dass sich Feuchtigkeit zwischen Möbeln und der Wand bzw. Tapete staut. 

 



Fazit: Raumklima am Arbeitsplatz ist enorm wichtig

Die Tatsache, dass viele Menschen mehr als 8 Stunden ihrer Zeit täglich am Arbeitsplatz verbringen zeigt, wie enorm wichtig ein gesundes Raumklima ist. Bereits kleine Maßnahmen wie z. B. Stoßlüften trägt dazu bei, das Klima zu verbessern. Weiterhin sollte die Temperatur und Feuchtigkeit im Auge behalten werden, um das Raumklima auf das bestmögliche Niveau zu heben. Die richtige Ausstattung und technischen Geräte sind hierbei ebenso wichtig, wie eine angepasste Arbeitsweise und die Motivation von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die positiven Effekte sind unverkennbar: Die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Konzentration führen zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit.

 

Wichtig: Achten Sie auf einen internen Austausch und berücksichtigen Sie auch individuelle Anliegen und Wünsche der Mitarbeiter.


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